Rorty und das Unbehagen in der Philosophie



Aeuszerungen von Juergen Habermas ueber Rortyphilosophie.

  • „Rorty folgt Nietzsche in der …radikalen Umwertung platonischer Unterscheidungen. Rorty teilt Wittgensteins Auffassung, dass das falsche, in sich verhakte Leben auf falsche, verstellende Begriffe zurueckgeht. …
  • Rorty hat den Wunsch, der Philosophie jene lebenspraktische Bedeutung zurueckzugeben, die sei einmal beansprucht hat. Sie soll, indem sie dem einzelnen Orientierung anbietet, und den moralischen Fortschritt der Menschheit befoerdert, den Zustand der Welt verbessern helfen. …
  • Freilich soll die Philosophie dieses Ziel nur verwirklichen koennen, in dem sie sich als Philosophie aufhebt … durch eine mit und an der Philosophie vollzogene Umwaelzung. …
  • Sind erst einmal die Nutzlosigkeit der ontologischen Unterscheidung zwischen Wesen und Erscheinung, die Sinnlosigkeit der epistemologischen Unterscheidung zwischen Sein und Schein, die Ueberfluessigkeit der semantischen Unterscheidung zwischen wahr und falsch durchschaut, kann sich die philosophische Arbeit an praktischen Zielen … ausrichten.
  • [Rorty arbeitet professionell.] Er ist ein eminent scharfsinniger, hoch produktiver, hartnaeckig analysierender, neugieriger und kontinuierlich lernender Philosoph auf der Hoehe seiner Profession. … innovativ treibende Kraft [bei Debatten] …
  • [Rorty kann] aus vielen detailbesessenen Argumentationen groszraeumige Schluesse … ziehen. …
  • [Rorty schrieb das] bahnbrechenden Werk Philosophy and the Mirror of Nature
  • Er moechte den [Wahrheitsbegriff] … durch den Begriff der gerechtfertigten Behauptung ersetzen, …
  • [Es] lockern sich mit dem Verzicht auf eine kontextunabhaengige Wahrheitsgeltung und mit der Verabschiedung einer objektiven, von unserem Geiste unabhaengigen Welt imaginaere Zwaenge, denen wir uns ganz ohne Not unterworfen haben. …
  • [Wir brauchen Erfindungen] neuer Vokabulare fuer ein jeweils veraendertes Selbst- und Weltverstaendnis.
  • Neue Perspektiven, die das uns Bekannte in einem anderen Licht erscheinen lassen und auf neue Weise beschreibbar machen, werden nicht … erzeugt. Sie entstehen mit den einfallsreichen Antworten, die sich manchmal einstellen, nachdem wir uns an quaelenden Antworten lange genug abgearbeitet haben.“

Aus: Juergen Habermas: Richard Rorty und das Entzuecken am Schock der Deflationierung. Laudatio aus Anlass der Verleihung des Meister-Eckhardt-Preises an Richard Rorty am 3.12.2001. In Juergen Habermas(2008): Ach Europa. Kleine politische Schriften. Frankfurt. a. M. (Suhrkamp). S. 15- 23 (Zitate S. 17-23). aus der digitalen Lesprobe

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Ein Kommentar zu “Rorty und das Unbehagen in der Philosophie

  1. I agree with you, which is why I believe it would best help the Republican party and their real goal of small goernvment if being a Conservative didn’t mean actively preventing a group of people from having the same „household“ benefits of everyone else. I’m not saying that every Conservative should go have homosexual relations; my argument is basically that the reason so many people have a problem voting Republican is because you can’t claim „don’t tread on me“ then tell people how they should behave in their bedrooms. Similarly, corporations can’t claim the same then purposely be discharging waste into public air and water, knowing the consequences of these actions very well. These problems need to be worked out within the Republican party. The hypocrisy is too daunting, and the only way the party will continue to recruit members will be to cozy up with extremists that will produce candidates who won’t be electable in general elections or worse, do nothing but roadblock the political process entirely because they are far too passionate about a single idea to compromise. The Democrats have used and are still using the extremist ties of the GOP to soil the party’s entire platform, including small goernvment and constitutional rights. The GOP and especially Conservatives must drop their social and religious stances as they apply to the goernvment because those issues can be battled outside of the goernvment and they are really, reallllly doing a lot harm to the party. Just look at who the younger generation of Republicans want to be president Ron Paul: a Libertarian. People don’t want special treatment, they just want Liberty.

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